Passauer Atemschutztrupps überzeugen in Osterhofen
Sechs Feuerwehrdienstleistende aus der Stadt Passau haben am Samstag, 10. Oktober 2026, den Atemschutzleistungsbewerb in Osterhofen erfolgreich absolviert. Zwei Trupps der Freiwilligen Feuerwehr Gaissa-Passau mit insgesamt vier Teilnehmern erwarben das Abzeichen in Bronze. Die beiden Teilnehmer des Löschzugs Hauptwache der Freiwilligen Feuerwehr Passau stellten sich den Anforderungen der Stufe Silber. Alle drei Trupps meisterten die Stationen souverän und konnten die angestrebten Abzeichen entgegennehmen.
Dem Erfolg vorausgegangen war eine gemeinsame Vorbereitung an der Passauer Hauptwache. Geleitet wurde diese von Stadtbrandmeister Toni Rang, der bei der Stadtbrandinspektion für das Atemschutzwesen zuständig ist. Unter seiner Anleitung wurden die Stationen des Bewerbs praktisch geprobt und wichtige Themen rund um den Atemschutzeinsatz wiederholt. Dabei ging es sowohl um die einzelnen Handgriffe als auch um deren Zusammenspiel innerhalb der Zweierteams.
„Unter Atemschutz müssen sich die Einsatzkräfte auf ihre Ausrüstung und aufeinander verlassen können. Dafür brauchen sie sichere Handgriffe, klare Absprachen und regelmäßiges Training. Die gemeinsame Vorbereitung bietet außerdem die Gelegenheit, voneinander zu lernen und die Zusammenarbeit über die eigene Wehr hinaus zu stärken. Die Teilnehmer aus Gaissa und der Hauptwache haben gezeigt, dass sie die geforderten Aufgaben sicher beherrschen“, betont Rang.
Beim Atemschutzleistungsbewerb des Bezirksfeuerwehrverbands Niederbayern müssen die Teilnehmer an fünf Stationen praktische Fertigkeiten und theoretisches Wissen nachweisen. Den Auftakt bilden die Vorbereitung und das richtige Anlegen der Atemschutzgeräte. Dazu gehören die Überprüfung der Ausrüstung und die gegenseitige Kontrolle der Truppmitglieder.
An der Station Personenrettung gilt es, eine Übungsperson aus einem Gefahrenbereich zu bringen und dabei den eigenen Rückzugsweg zu sichern. Beim anschließenden Innenangriff müssen die Trupps eine Schlauchleitung über ein Treppenhaus vornehmen und einen angenommenen Brand bekämpfen. Auch die Verständigung über Funk und die Kontrolle des verfügbaren Atemluftvorrats fließen in die Bewertung ein.
Gerätekunde und Flaschenwechsel sowie eine theoretische Prüfung vervollständigen den Bewerb. Für das Abzeichen in Silber gelten gegenüber Bronze höhere Anforderungen: Die Funktionen innerhalb des Trupps werden ausgelost, zudem ist bei der Theorie eine höhere Zahl richtiger Antworten erforderlich. Die Teilnehmer müssen sich deshalb auf beide Aufgabenverteilungen im Trupp einstellen können.
Die Aufgaben verdeutlichen, wie viele Einzelheiten bei einem Atemschutzeinsatz ineinandergreifen. Eine korrekt angelegte Ausrüstung allein genügt ebenso wenig wie theoretisches Wissen ohne praktische Anwendung. Entscheidend ist, dass die Feuerwehrdienstleistenden ihre Handgriffe beherrschen, sich miteinander verständigen und auch während anspruchsvoller Aufgaben die eigene Sicherheit im Blick behalten.
Die Vorbereitung an der Hauptwache verband deshalb das Üben der Prüfungsstationen mit der Wiederholung wichtiger Grundlagen. Für die Teilnehmer beider Feuerwehren bot sich damit die Möglichkeit, vorhandene Kenntnisse aufzufrischen und die Abläufe innerhalb ihrer Trupps weiter zu festigen. Toni Rang brachte seine Erfahrung auch am Veranstaltungstag ein: In Osterhofen war er selbst als Bewerter eingesetzt.
Mit vier Bronze- und zwei Silber-Abzeichen kehrten die sechs Teilnehmer erfolgreich nach Passau zurück. Der Bewerb ergänzt die laufende Aus- und Fortbildung der Atemschutzgeräteträger. Sein Ziel ist es, das in der Ausbildung erworbene Wissen zu vertiefen und dessen sichere Anwendung zu festigen – Fähigkeiten, die bei der Menschenrettung und Brandbekämpfung unter Atemschutz von besonderer Bedeutung sind.
Die erfolgreichen Teilnehmer
Bronze – Freiwillige Feuerwehr Gaissa-Passau:
Eva Dirmeier, Lea Spreitzer, Christian Bauer, Johannes Schreiner.
Silber – Freiwillige Feuerwehr Passau - Löschzug Hauptwache:
Nadine Schlarb, Stefan Putz.